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Athos ist ein recht kleiner und sehr schneller Hund. Er hat einen sehr guten und sicheren Griff, wenn er Selbstvertrauen hat.
Er lernt unglaublich schnell und zeigt einen großartigen Angriff. Gleich am Anfang, nachdem er zu meiner damaligen Freundin Tuija zurückgekommen war, hat er
seinen Helfer (und alle anderen auch) mit der Kraft von blitzschnell ankommenden 20kg überrascht und ihn zu Boden gebracht.
Er ist ein echter Arbeitshund, sehr frei in neuen Umgebungen, außer Hundeplätzen. Letzteres ändert sich aber rapide. Aus unerfindlichen
Gründen liebt er Treppen jedweder Art.
Athos ist extrem triebig, hyperaktiv und wird niemals müde. Er kann aber auch zur Ruhe kommen, wenn er gut ausgelastet ist.
Er ist etwas ganz besonderes. Und ein ganz besonders typischer Belgier mit viel Feuer in sich.
Athos hat eine traurige Geschichte hinter sich. Als Welpe damals nach Holland verkauft, ist er in üble Hände geraten. Er war zusammen
mit mehreren anderen Hunden in einen Zwinger gesperrt und wurde offenbar ausschließlich mittels Starkzwang ausgebildet. Außerdem durfte
er als Halbwüchsiger schon decken.
Nachdem Tuija über einige Umwege von dem Schicksal "ihres" Welpen erfahren hat, versuchte sie, ihn zurückzuholen. Dies gestaltete
sich schwierig, da der Besitzer sich weigerte, den Hund zurück zu verkaufen und ihn an jemanden anderes verkaufte. Glücklicherweise konnte
Tuija diesen neuen Besitzer ausfindig machen und den Hund zurückkaufen.
Dann bot sich tatsächlich ein Bild des Grauens. Der Hund war völlig verklebt und verdreckt, die Incisi (Schneidezähne) - vermutlich vom Frustkauen
auf Steinen - bis auf Zahnfleischhöhe heruntergewetzt. Außerdem stellten wir Brandnarben - offenbar von einem E-Gerät - am Hals fest.
Athos war voller Neurosen. Schußscheu, völlig Hundeplatz- und Figurantenphobisch. Andere Hunde außer
Killi, seine Mutter, tolerierte er gar nicht. Auch meine Katzen waren für ihn anfangs
nur Beute. Tuija nahm sich seiner an und vermittelte ihm nach und nach wieder Selbstvertrauen.
Athos ist seit März 2007 mein Hund. Seit seiner Rückholung im Frühjahr 2006 hat er sich hervorragend entwickelt. Die Arbeit auf dem Hundeplatz macht
ihm Spaß, auch, wenn er teilweise noch unsicher ist. Im Alltag - gerade in neuen Situationen - ist er aber sehr sicher.
Meine Katzen toleriert er nicht nur - er hat sich mit dem jüngeren Kater regelrecht angefreundet und spielt mit ihm. Nur mit anderen Hunden ist es
immer noch so eine Sache. Die Streitereien mit Shadow sind zwar seltener geworden aber
vor allem, wenn ich nicht in Sicht bin, fängt er schon gelegentlich einmal Streit an.
Er ist mittlerweile aber so gut im Gehorsam, daß ich ihn sogar in den Feldern - auch zusammen mit
Shadow - frei laufen lassen kann.
Aufgrund seiner beeindruckend positiven Entwicklung überlege ich, mit ihm auf die Begleithundprüfung hinzuarbeiten - was damals völlig undenkbar
geschienen hat.
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